Nr. 54 – Ein Gang über den Markt / a walk over the market (Tradi)

Heute hasse ich mein Projekt.

Das Wetter ist schön, die Zeit vorhanden, also entscheide ich mich für einen Multi. Er darf auch etwas knackiger sein, alles kein Problem. Also auf zum frohen Finden! Dachte ich! Es sollte anders kommen.

Bei dem Multi waren die Stationen nach Fotos und nicht nach Koordinaten angelegt. Klingt einfach, ist es auch, wenn man alle Hinweise sieht. Da ich aber nur drei der vier Stationen fand, machte ich mich ans Einsetzen der entscheidenden Zahl. Sooo schwer wird das ja wohl nicht sein. Schwer nicht, aber weit!
Ich setzte also die erste geratene Zahl ein, schaute auf meinem GPS-Gerät auf die Karte, fand das schlüssig und marschierte los.
Falsch gedacht. Dieser Niete folgten zwei weitere. Als ich den nächsten Wert einsetzte fiel mir auf, dass dieser hervorragend zum Cachenamen passen würde. Also los, den ganzen Weg zurück, denn es gab keine Abkürzung! Auf dem Rückweg fand ich doch auch tatsächlich das letzte Objekt, das auf dem einen Foto noch ungefunden schlummerte, was meine Finalkoordinate endgültig bestätigte!
Und … ich fand … nichts. 😦

Da ich ja auf jeden Fall einen Cache loggen muss, machte ich mich also auf den Weg zum nächsten Cache. Diesmal nur ein Tradi, die Zeit war nach hinten nicht unbegrenzt und ich hatte lange mit der Suche (sowohl nach dem letzten Hinweis als auch nach dem Finalort) zugebracht.

Die Wahl fiel auf einen Cache in der Nähe des Multis. Also los, hervorragend geparkt (in Friedrichshain ist das ja meist ein Glücksspiel) und auf ins Zielgebiet. Da es hier sehr muggelig ist habe ich den Hint sofort gelesen und wusste wo und wonach ich zu suchen habe. Aaaaber … genau (und zwar etwa 50 cm) vom Cache entfernt – natürlich in direkter Sichtlinie – saßen Muggels vor einem Getränkeladen und genossen das schöne Wetter. Ich drehte eine Runde um den Block – es soll noch einmal jemand sagen, dass Cachen kein Sport ist 😉 – doch leider waren die Muggels weiterhin da.
Was macht der Zwangs-Cacher? Er sucht einen weiteren Cache in der Nähe.

Also noch einmal umgeparkt, wieder Glück gehabt und ab in den auserkorenen Erlebnisraum. Auch hier war es ratsam den Hint vorher zu lesen, da hier auch überall Muggels liefen, saßen, radelten oder aus dem Fenster schauten. Als ich vor dem Hintobjekt stand sah ich nach links und rechts und war fast am verzweifeln, denn in etwa sechs Metern Entfernung – wieder mit genauer Einsicht – saßen Muggel auf einer Bank vor einem Cafė. Auch hier war es unmöglich den Cache unbemerkt zu heben.

Was musste ich also tun? Richtig, ich musste einen neuen Cache suchen!

Und in der Nähe war ein weiterer. Zu diesem musste ich nicht einmal umparken, ich bin einfach hin gelaufen. Vor Ort – diesmal hatte ich den Hint nicht gelesen – war mir sofort klar, wo sich der Cache befinden muss, als mein GPS-Gerät in die Zielrichtung zeigte und als Entfernung „12 Meter“ zu „Ein Gang über den Markt / a walk over the market“ (http://coord.info/GC3DAP6) anzeigte. Ich ging also los und griff zu, holte den leider feuchten Cache aus seinem Gehäuse, das zudem schon zu schimmeln angefangen hatte, und trug mich in sicherer Entfernung in das Logbuch ein. Selbst das Zurücklegen war in dieser ebenso extrem muggeligen Gegend keine Hürde mehr, da alle anderen Leute mehr mit sich selbst zu tun hatten und es hier etwas weitläufiger ist.

Ich hoffe mein Tagesbericht hat allen Leserinnen und Lesern gefallen, ich hatte zumindest beim Schreiben Spaß und erinnere mich schon jetzt mit Freude an diesen Tag. So langsam mag ich mein Projekt schon wieder… 😉

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One response to this post.

  1. […] ich vor Monaten (genauer gesagt, eigentlich für Nr. 54 [!]) schon einmal versucht habe “Ein Gang durch die Tore / A walk through the gates” […]

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